Umbau und Erweiterung Humboldt-Gymnasium Nordhausen

Bauherr: Servicegesellschaft des Landkreises Nordhausen mbH, Am Schorfe 17, 99734 Nordhausen
Nutzung: Gymnasium - Klasse 10-12, vierizügig
BGF/BRI: 4.365 m2 / 18.605 m3
Kosten: ca. 7.927.800 Euro brutto (KG300+400)
ca. 13.647.400 Euro brutto (GesamtBK)
Leistung: LP 1-2 für Architekturbüro 
Casparius Consulting & Management, Erfurt


Die Servicegesellschaft des Landkreises Nordhausen beabsichtigt, auf dem Grundstück 314/70 in der Blasiistraße 15-16, das bestehende Humboldt Gymnasium umzubauen, instand zu setzen und mit einem Neubau zu erweitern. Teile des Bestandsgebäudes (westlicher Anbau sowie komplettes Dachgeschoss) müssen hierfür abgerissen werden. 

Der Neubau hat in diesem Falle zwei Aufgaben zu erfüllen. Er komplettiert durch Anbau einer neuen zweiten westlichen Hüfte das Bestandsgebäude und stellt damit die Proportion wieder her. Darüber hinaus ergänzt der südlich anschließende, aufgeständerte Neubauflügel das alte Bestandsgebäude auf architektonisch moderne Weise und sichert damit den notwendigen Raumbedarf. 

Der neue Hauptzugang der Schule erfolgt barrierefrei über den Neubau. Der vorhandene Eingang ins Bestandsgebäude bleibt jedoch voll umfänglich (nicht barrierefrei) erhalten. Die vertikale Erschließung im Gebäude erfolgt über das bestehende Treppenhaus im Altbau sowie über zwei Treppenhäuser im Neubau. Damit wird die Absicherung der Rettungswege für Neu und Altbau auf wirtschaftliche Weise sichergestellt sowie eine moderne Beschulung der Klassenstufen 10-12 auf kurzen Wegen ermöglicht. 

Der Schulhof fungiert als zentraler Campus. Durch die Aufständerung des Neubauflügels bleiben die Raum-, Sicht- und Wegebeziehungen zur westlich angrenzenden Sportanlage sowie zur öffentlichen Durchwegung „Stadtmauer - Blasiistraße“ erhalten 

Der Neubau orientiert sich an den Geschosshöhen des Bestandsgebäudes. Ein zentral angeordneter Aufzug im Anschlussbereich Neubau - Altbau sichert die barrierefreie / behindertengerechte Nutzung des kompletten Schulhauses. 

Die Anordnung der Klassen-, Fach- und Funktionsräume in den Obergeschossen erfolgt klar strukturiert und ist an Hand der farbigen Schemata leicht ablesbar.